Themen und Kompetenzen: Gut ausgerüstet für die Zukunft

Nachhaltigkeit ist fächerübergreifend

Future Perfect hat zum Ziel, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der Berufsbildung zu stärken. Diese Konzepte gewinnen immer mehr an Relevanz – sowohl in der Gesellschaft als auch im späteren Berufsleben der Lernenden.

Für Lehrpersonen ist das eine grosse Herausforderung. Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist ein fächerübergreifendes Konzept, das sich nicht themenspezifisch abhandeln lässt, sondern sich über beinahe alle Unterrichtsthemen erstreckt. 

Future Perfect hilft Lehrenden mit aufbereiteten Inhalten zu den wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen.  

Aufstellbanner des Lehrmittels in Berufsfachschule
Nachhaltigkeit umfasst eine ganzheitliche Perspektive auf bestehende Fachbereiche. Bildung für Nachhaltige Entwicklung hat mitunter zum Ziel, Themen mit Fokus auf Nachhaltigkeit zu betrachten und die Zusammenhänge zwischen ihnen aufzuzeigen. In Future Perfect werden v.a. die in der folgenden Grafik dargestellten Themen unterschiedlich detailliert behandelt:     Nachhaltigkeit Themen Future Perfect Online-Lehrmittel   Auch wenn es zu Ökologie die meisten Aufgaben gibt, hat die Lehrperson die Möglichkeit, die Tiefe der Themen zu beeinflussen. Dafür sorgen Vertiefungspfade zu verschiedenen Themen sowie einzelne Zusatzpunkte, aus denen die Lehrperson auswählen kann. Es ist auch möglich, dass die Lehrpersonen den Lernenden Wahlmöglichkeiten offen lassen, wodurch das Online-Lehrmittel noch individueller genutzt werden kann. Wie die Themen innerhalb des Lehrmittels strukturiert sind, erfahren Sie unter Lernpfade & Struktur.

Future Perfect richtet sich in seinem Verständnis von Bildung für Nachhaltige Entwicklung stark nach dem im Lehrplan 21 beschriebenen Verständnis von Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Es geht uns bei BNE darum, 

Wissen und Können aufzubauen, das die Menschen befähigt, Zusammenhänge zu verstehen, sich als eigenständige Personen in der Welt zurechtzufinden, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv an gesellschaftlichen Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich Nachhaltige Entwicklung zu beteiligen” (Lehrplan 21).

Vorrangmodell BNE Nachhaltigkeit

Drei Dimensionen

Diesem Ziel hat Future Perfect sich verschrieben. Zum einen vermittelt Future Perfect Wissen zu diesen drei Dimensionen: Ökologie, Gesellschaft und Ökonomie. Es zeigt auf, dass alle privaten und beruflichen Entscheidungen und Handlungen mit diesen drei Dimensionen in Zusammenhang stehen. Besonders auf ökologische Themen wird vertieft eingegangen. 

4K-Kompetenzen

Zum anderen verleiht Future Perfect den Lernenden wichtige Soft Skills, um informierte Meinungen bilden zu können, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden. Kreativität, kritisches Denken, kollaboratives Arbeiten und kommunikative Fähigkeiten sind wichtige Stichwörter. Die handlungskompetenzorientierten Aufgaben sorgen dafür, dass die Lernenden auch in der Praxis selbstständig, flexibel und zielorientiert agieren können. Mehr dazu finden Sie unter Didaktik

Von der linearen Wirtschaft zur Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft wird heute als wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft gesehen. Sie erfährt eine breite Akzeptanz, da er nicht nur ökologische und soziale, sondern auch wirtschaftliche Aspekte stark miteinbezieht. Wie der Name sagt, ist der Grundgedanke dabei, Material- und Energiekreisläufe zu schliessen und so möglichst wenige Ressourcen zu verbrauchen. Im Gegensatz zur heute noch üblichen linearen Wirtschaft wird in der Kreislaufwirtschaft eine Ressource so lange wie nur möglich benutzt. Langlebigkeit, aber auch Wiederverwendbarkeit, stehen somit im Zentrum.

Kreislaufwirtschaft lineare Wirtschaft Grafik Unterschied

Produktlebenszyklen

Um dies zu gewährleisten, ist es wichtig, Produktlebenszyklen zu kennen und zu verstehen. In jedem Schritt der Produktherstellung, -nutzung und -wiederverwendung muss die möglichst lange Nutzung einer Ressource mitgedacht werden. Produkte sollten also langlebig, reparierbar und wiederverwendbar sein. Am Ende des Lebens eines Produktes werden die Materialien recycelt und so wiedernutzbar gemacht. Wertfreier Müll entsteht möglichst keiner. Zumindest der Materialwert sollte erhalten und zurück in den Kreislauf geschleust werden. Alles andere als einfach, aber dringend notwendig! 

Umwelt- und Sozialverträglichkeit kombiniert mit Wirtschaftlichkeit

Kreislaufwirtschaft hält für die Schweizer Wirtschaft eine grosse Chance bereit, den Dienstleistungssektor auszubauen, denn Reparaturen, Umverteilung und Recycling der Produkte benötigen entsprechende Dienstleistungen. Somit steckt in kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien ein Wachstumspotenzial – ohne dabei den Ressourcenverbrauch zu vergrössern. Viele Betriebe in der Schweiz haben dies bereits erkannt, wodurch die Nachfrage nach entsprechenden Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt kontinuierlich steigt. Dieses Können bereits Lernenden mitzugeben, ist eine wichtige Chance für unsere Gesellschaft, nachhaltiger zu werden, und vergrössert gleichzeitig die Erfolgsaussichten der Lernenden auf dem Arbeitsmarkt. 

Future Perfect legt deshalb einen Schwerpunkt auf Kreislaufwirtschaft: die verschiedenen Kapitel orientieren sich an den Phasen eines Produktlebenszyklus und bringen so Struktur in das Unterrichtsprogramm. Mehr dazu: Lernpfade und Struktur.

Als digitales Online-Bildungsprogramm fördert Future Perfect die Lernenden im Umgang mit digitalen Medien, indem sie verschiedene Funktionen und Hilfsmittel kennenlernen oder sich in deren Handhabung üben.

Zugriff von allen Geräten

Die Lernenden greifen auf Lerninhalte über Handy, Tablet oder Computer zu.  Auf dem Learning-Management-System legen sie ihre Kompetenznachweise ab, führen ein Lerntagebuch und sehen ihren Fortschritt ein. 

Online-Lehrmittel Future Perfect auf Handy, Tablet, Computer

 

Multimedialität als Lernchance

Antworten und Lösungen werden multimedial eingereicht. Text-, Audio- oder auch Videodateien können hochgeladen werden. Multiple-Choice-Tests werden direkt im Lehrmittel abgelegt, Textfelder ermöglichen eine Eingabe direkt online. Auch die Übungsaufgaben sind unterschiedlich mit digitalen Lernkärtchen, Bilderkennung, etc. gestaltet.   

 

Digitale Möglichkeiten entdecken

Auszubildende lernen nützliche Open-Source-Tools kennen, mit denen sie bspw. digitale Pinnwände erstellen, Diagramme gestalten, Fussabdrücke oder Import- und Exportwarenströme berechnen können.  

Alltagsbezug dank Transferaufgaben

Future Perfect ist ein alltagsnahes Lehrmittel. Es orientiert sich stark an der Lebenswelt der Auszubildenden. Deshalb ist es uns wichtig, dass die Lernenden die Theorie direkt in ihrer Branche anwenden können. Der Bezug zur eigenen Realität motiviert und lässt die komplexe Idee “Nachhaltigkeit” konkret werden. In jeder Mission, also jedem Kapitel, gibt es eine oder mehrere mehr oder weniger umfangreiche Transferaufgaben, in denen die Lernenden die Gelegenheit haben, neu erlangte Kompetenzen in ihre Branche zu übertragen.  

Projektarbeit: Spannungsfeld zwischen Utopie und Kapazitäten

In Mission 7, das letzte grosse Kapitel des Lehrmittels, arbeiten die Lernenden abschliessend an einer Projektarbeit. Dank der neu erlangten Kompetenzen werden eigene Lösungsvorschläge für Kreislaufwirtschaft in der jeweiligen Branche entwickelt. Die Einführung von Massnahmen zu mehr Nachhaltigkeit liegt im Spannungsfeld zwischen Idealvorstellungen und materiellen und zeitlichen Kapazitäten eines Betriebs oder einer Privatperson. Es ist wichtig, dass die Auszubildenden lernen, Massnahmen zu identifizieren, deren Impact abzuschätzen sowie zugleich deren Realisierbarkeit miteinzubeziehen.  Das will gelernt sein. Auch deshalb kommt dem Transfer in Future Perfect eine zentrale Bedeutung zu.

 

Realisierbarkeit von Massnahmen zu Nachhaltigkeit

Branchenportfolio: Eine branchenbezogene Zusammenfassung

In Version 2021 werden Auszubildende über ihre Lernzeit mit Future Perfect hinweg angeleitet, ein Branchenportfolio zu erstellen. In diesem Dokument fassen sie neu Erlerntes simultan zusammen, notieren wichtige Erkenntnisse und beantworten Fragen in Bezug auf ihre eigene Branche. Das Branchenportfolie dient also letztlich als Übersicht und enthält die wichtigsten Take-Home-Messages.

Giulia, die gerade ihre Lehre im Gastronomiebereich abgeschlossen hat, kann für ein Jahr die Pizzeria ihres Onkels übernehmen, der auf einer Weltreise Abenteuer erleben möchte. Die Italienerin nimmt die Herausforderung an und erlebt ihre eigenen Abenteuer in der Pizzeria. Angeregt durch ihre Freunde, entdeckt sie in der Pizzeria “Toscana” immer mehr Möglichkeiten zur Nachhaltigkeit.

 

 

Die Geschichte begleitet die Lernenden durch die ersten fünf Missionen. Sie ist der rote Faden, der gleichzeitig nah am Alltag der Lernenden ist, und aufzeigt, dass Veränderungen oft im Kleinen starten.

Die Kompetenznachweise lehnen sich meist an die Geschichte an. Die Lernenden werden aufgefordert, Giulia bei der Transformation der Pizzeria sozusagen zu unterstützen.

 

 

 

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